Die letzten Wochen für Mecalac in Büdelsdorf
Aller Protest hat nichts genützt: Ende März ist die Mecalac Baumaschinen GmbH in Büdelsdorf Geschichte. Für die 160 Beschäftigten gibt es einen Sozialplan. Derweil soll sich ein Investor für den Standort interessieren.

Proteste der Mecalac-Belegschaft
Bereits bei Bekanntwerden der Pläne im November hatten die Beschäftigten gemeinsam mit der IG Metall Rendsburg Gegenwehr organisiert. „Wir können und werden diese Schließung so nicht akzeptieren", so Bitter damals. Es sei "völlig unverständlich, dass diese Schließung geplant wird, kurz bevor die Effekte des Sondervermögens für Infrastruktur und Verteidigung greifen.“ Mecalac Baumaschinen baut Knick- und Schwenklader für die zivile, aber auch für die militärische Nutzung.
Mecalac hält an geplanter Schließung fest
Thorsten Bode, Geschäftsführer der Mecalac Baumaschinen GmbH, hatte laut SHZ erklärt, man habe die wirtschaftliche Situation des Unternehmens umfassend analysiert und sehe keine Alternative zur Schließung des Werks in Büdelsdorf. Für die betroffenen Beschäftigten gebe es zudem bereits zahlreiche Job-Angebote anderer Firmen. Laut Bürgermeister Rainer Hinrichs habe es derweil erste Gespräche mit einem Interessenten für den Standort gegeben.
Aus für einen Traditionsstandort
Das Radlader-Werk in Büdelsdorf blickt auf eine lange Tradition zurück. Ahlmann Baumaschinen hatte hier 1952 den weltweit ersten Schwenklader entwickelt. 2002 wurde das norddeutsche Unternehmen Teil der französischen Mecalac-Gruppe. Büdelsdorf wurde zum Kompetenzzentrum für Radlader innerhalb der europäischen Mecalac-Gruppe erklärt und erhielt erst vor drei Jahren eine Kapitalspritze von 2,5 Millionen Euro für eine neue Produktionslinie.
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Dem Baumaschinenhersteller ging es allerdings im letzten Jahr nicht gut. Nach eineinhalb Jahren Kurzarbeit habe man im Werk Büdelsdorf erst seit September 2025 wieder voll gearbeitet, berichtete eine Mecalac-Mitarbeiterin der shz.

Mecalac gehört seit Juni 2025 zu Fayat
Bau-Riese Fayat expandiert stetig
Weiteres Radlader-Werk in Deutschland vor dem Aus
Nicht nur die Produktion von Mecalac-Radladern wird aus Deutschland abgezogen. Auch der Baumaschinenhersteller Yanmar Compact Equipment hat sein Werk in Crailsheim zum Ende 2025 geschlossen. Die Fertigung von Radladern hat ab 2026 das französische Yanmar-Werk in Saint-Dizier übernommen.

