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B_Ibaumagazin
Mecalac schließt Werk in Büdelsdorf am 31. März
Gerade erst wurde eine neue Produktionslinie für die Radlader-Baureihe MCL eingerichtet, jetzt ist das Aus für den Mecalac-Standort Büdelsdorf beschlossene Sache. | Foto: Mecalac
Das Aus für den deutschen Mecalac-Standort im schleswig-holsteinischen Büdelsdorf ist beschlossene Sache: Die Mecalac-Gruppe schließt das Werk bei Rendsburg am 31. März. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat und der IG Metall zum Sozialplan und Interessenausgleich seien abgeschlossen, erklärte Geschäftsführer Thorsten Bode der Schleswig-Holsteinischen Zeitung (SHZ). Bis zum Schluss soll der Betrieb normal weiterlaufen, es würden auch in diesem Monat noch Radlader produziert. Für die 160 Beschäftigten sei ein Sozialplan ausgearbeitet worden, der die Möglichkeit eröffne, in eine Transfergesellschaft zu wechseln, sagte der IG Metall-Geschäftsführer Martin Bitter laut SHZ. Die Kommune suche derweil weiter nach einem Investor für den Standort. Gespräche mit einem Unternehmen, das vor allem an den Fachkräften interessiert sein soll, laufen seit Monaten.

Proteste der Mecalac-Belegschaft

Bereits bei Bekanntwerden der Pläne im November hatten die Beschäftigten gemeinsam mit der IG Metall Rendsburg Gegenwehr organisiert. „Wir können und werden diese Schließung so nicht akzeptieren", so Bitter damals. Es sei "völlig unverständlich, dass diese Schließung geplant wird, kurz bevor die Effekte des Sondervermögens für Infrastruktur und Verteidigung greifen.“ Mecalac Baumaschinen baut Knick- und Schwenklader für die zivile, aber auch für die militärische Nutzung.

Mecalac hält an geplanter Schließung fest

Thorsten Bode, Geschäftsführer der Mecalac Baumaschinen GmbH, hatte laut SHZ erklärt, man habe die wirtschaftliche Situation des Unternehmens umfassend analysiert und sehe keine Alternative zur Schließung des Werks in Büdelsdorf. Für die betroffenen Beschäftigten gebe es zudem bereits zahlreiche Job-Angebote anderer Firmen. Laut Bürgermeister Rainer Hinrichs habe es derweil erste Gespräche mit einem Interessenten für den Standort gegeben.

Aus für einen Traditionsstandort

Das Radlader-Werk in Büdelsdorf blickt auf eine lange Tradition zurück. Ahlmann Baumaschinen hatte hier 1952 den weltweit ersten Schwenklader entwickelt. 2002 wurde das norddeutsche Unternehmen Teil der französischen Mecalac-Gruppe. Büdelsdorf wurde zum Kompetenzzentrum für Radlader innerhalb der europäischen Mecalac-Gruppe erklärt und erhielt erst vor drei Jahren eine Kapitalspritze von 2,5 Millionen Euro für eine neue Produktionslinie.

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Dem Baumaschinenhersteller ging es allerdings im letzten Jahr nicht gut. Nach eineinhalb Jahren Kurzarbeit habe man im Werk Büdelsdorf erst seit September 2025 wieder voll gearbeitet, berichtete eine Mecalac-Mitarbeiterin der shz.

Erst im Juni 2025 hat die französische Fayat Group den Baumaschinenhersteller Mecalac übernommen - jetzt wird das deutsche Werk geschlossen. | Foto: Illustration: B_I, Foto: Mecalac; Logo: Fayat
Erst im Juni 2025 hat die französische Fayat Group den Baumaschinenhersteller Mecalac übernommen - jetzt wird das deutsche Werk geschlossen. | Foto: Illustration: B_I, Foto: Mecalac; Logo: Fayat

Mecalac gehört seit Juni 2025 zu Fayat

Die Mecalac-Gruppe wurde erst vor Kurzem vom französischen Baukonzern Fayat gekauft. Die Fayat-Gruppe, ein weltweit führender Anbieter von Straßenbaumaschinen, hatte die vollständige Übernahme der Mecalac-Gruppe im März 2025 angekündigt und mit Wirkung zum 10. Juni 2025 in ihre Road Equipment Division integriert. Mecalac verfügt neben dem Werk in Deutschland über Produktionsstätten in Frankreich, Großbritannien und der Türkei. Die Straßenbau-Sparte von Fayat verfügt inklusive Mecalac über insgesamt 29 Werke in Europa, Asien und Amerika. Zur Fayat Gruppe gehören die Marken Bomag, Marini und Dulevo. Der Straßenbaumaschinen-Hersteller Dynapac wurde im Jahr 2017 von Fayat übernommen.

Bau-Riese Fayat expandiert stetig

Fayat ist nach Vinci, Bouygues und Eiffage das viertgrößte Bauunternehmen Frankreichs. Das familiengeführt Unternehmen hat nach eigenen Angaben über 22.000 Beschäftigte in weltweit 205 Niederlassungen und erzielte zuletzt einen Umsatz von 5,7 Milliarden Euro.

Weiteres Radlader-Werk in Deutschland vor dem Aus

Nicht nur die Produktion von Mecalac-Radladern wird aus Deutschland abgezogen. Auch der Baumaschinenhersteller Yanmar Compact Equipment hat sein Werk in Crailsheim zum Ende 2025 geschlossen. Die Fertigung von Radladern hat ab 2026 das französische Yanmar-Werk in Saint-Dizier übernommen.

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