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Straßenbau der Zukunft: Lösen autonome Fertiger unser Personalproblem?

Straßenbau der Zukunft: Lösen autonome Fertiger unser Personalproblem?
Interessierte Kunden auf der Demo Area | Foto: Dynapac

Die Anforderungen an Bauunternehmer im Straßenbau steigen rapide. Baustellen müssen immer schneller abgewickelt werden, der Fachkräftemangel zwingt zu mehr Automatisierung auf der Fläche, und der Druck zu emissionsärmeren Verfahren wächst. Beim Branchen-Event „Discovery Days“ im niedersächsischen Wardenburg hat der Hersteller Dynapac gezeigt, welche Technologien heute schon marktreif sind, um diesen Herausforderungen in der Praxis zu begegnen.


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Der Mangel an qualifiziertem Personal auf der Baustelle ist heute einer der größten Treiber für autonome Systeme im Straßenbau. Wie die Digitalisierung hier konkret helfen kann, wurde in einer Live-Demonstration im Demobereich gezeigt. Ein Fertiger der neuesten XD-Generation steuerte sich, unterstützt durch intelligente Steuerungssensoren von Leica Geosystems, weitgehend autonom über die Testfläche. Parallel dazu demonstrierte der Fertiger SD25 80C den automatisierten Einbau unter realen Praxisbedingungen. Für Bauunternehmer bedeutet diese Entwicklung mittelfristig präzisere Einbauergebnisse bei gleichzeitig deutlich reduziertem Personalaufwand direkt an der Bohle.

Baustellen-Vernetzung: Das Ende der Zettelwirtschaft im Asphalt-Transport

Flankiert wird der autonome Einbau durch das Baustellenmanagementsystem Nexus. Dieses vernetzt die eingesetzten Maschinen digital, um die Logistikkette und den Einbau lückenlos zu dokumentieren.

Da eine solche Echtzeit-Dokumentation bei öffentlichen Ausschreibungen immer häufiger zur Pflicht wird, entwickelt sich die digitale Systemvernetzung schnell vom teuren Extra zum zwingenden Standard für Wettbewerbsfähigkeit.

Niedrigtemperaturasphalt: Das verdammt kurze Zeitfenster für Walzen

Walkaround mit Marten Buse, Head of Product Management Paver & Roller. | Foto: Dynapac
Walkaround mit Marten Buse, Head of Product Management Paver & Roller. | Foto: Dynapac

Der Einsatz von Niedrigtemperaturasphalt wird aus Gründen des Arbeitsschutzes und der CO₂-Einsparung in den kommenden Jahren drastisch zunehmen. Für den Bauunternehmer vor Ort ist dabei vor allem die Verarbeitbarkeit des Materials entscheidend. Da der temperaturabgesenkte Asphalt deutlich schneller auskühlt als klassisches Asphaltmischgut, bleibt den Kolonnen auf der Baustelle ein wesentlich kürzeres Zeitfenster für die Verdichtung. Prof. Dr. Christian Schulze von der Universität Siegen lieferte dazu wichtige Einblicke in die veränderten rheologischen Eigenschaften. Das Fazit für die Praxis lautet, dass Einbau und Verdichtung extrem exakt aufeinander abgestimmt sein müssen.

Intelligente Walzen: Seismic-Technologie spart Kraftstoff und Zeit

Um Kraftstoff zu sparen und gleichzeitig die geforderten Verdichtungswerte in weniger Übergängen zu erreichen, gewinnt intelligente Sensorik in den Walzen an Bedeutung. Vorgestellt wurde in diesem Zusammenhang die sogenannte Seismic-Technologie für die Asphaltverdichtung.

Das System ermittelt während der Fahrt automatisch die dynamischen Eigenschaften des Untergrunds und passt die Vibrationsfrequenz der Bandage kontinuierlich an. Dadurch wird eine Überverdichtung und damit eine Zerstörung des Materialgefüges verhindert. Gleichzeitig spart der optimierte Prozess wertvolle Zeit und senkt den Kraftstoffverbrauch der gesamten Walzenflotte spürbar.

Kompaktklasse: Neues Light-Equipment für den innerstädtischen Wegebau

Maschinen effektvoll in Szene gesetzt | Foto: Dynapac
Maschinen effektvoll in Szene gesetzt | Foto: Dynapac

Nicht jede Baustelle erfordert Großgeräte. Für den kommunalen Straßenbau, Ausbesserungsarbeiten und den schweren Wegebau wurden in Wardenburg kompaktere Maschinen präsentiert, die besonders für kleinere Betriebe interessant sind.

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Das neue Light-Equipment-Line-up umfasst unter anderem die handgeführte Walze DW70D, den robusten Vibrationsstampfer DT7 sowie den Streuer S100 für präzises Ausbringen von Splitt oder Sand.

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