Erdbau
Hyundai stellt Zweiachs-Knickdumper vor

Der Baumaschinenhersteller Hyundai erweitert sein Angebot an knickgelenkten Muldenkippern um ein zweiachsiges Modell der 45-Tonnen-Klasse. Der neue Dumper HA45A 4x4 kombiniert eine Nutzlast von 41 Tonnen mit der Geländegängigkeit eines Knicklenkers und zielt auf den Einsatz im Erdbau ab.
Alternative zum Dreiachser: Zweiachs-Dumper für lange Strecken
Der neue Zweiachs-Dumper schließt nach Herstellerangaben die Lücke zwischen starren Muldenkippern und klassischen dreiachsigen Knicklenkern. Er ist für längere Transportstrecken bei guten Wegeverhältnissen ausgelegt, etwa in der Steingewinnung oder bei großen Erdbaulosen. Die Mulde des Fahrzeugs fasst 25,7 Kubikmeter und ist optional mit einer Heizung sowie zusätzlichen Verschleißplatten ausrüstbar.
Scania-Motor und Retarder für effiziente Kraftübertragung
Angetrieben wird die Baumaschine von einem Scania-Sechszylinder-Dieselmotor mit einer Leistung von 368 Kilowatt und einem maximalen Drehmoment von 2.476 Newtonmetern. Die Kraftübertragung erfolgt über ein elektronisch gesteuertes Automatikgetriebe mit acht Vorwärts- und vier Rückwärtsgängen. Um den Verschleiß der Betriebsbremsen bei Bergabfahrten zu reduzieren, ist das Getriebe mit einem vierstufigen Retarder ausgestattet. Ergänzt wird die Bremsleistung durch ölgekühlte Nassscheibenbremsen und ein Motorbremssystem. Eine Auto-Hold-Funktion sichert das Fahrzeug im Gefälle.
Gleichmäßige Gewichtsverteilung sichert Traktion im Gelände
Für entsprechende Transportgeschwindigkeiten soll eine selbstnivellierende Hydro-Gas-Vorderradaufhängung sorgen. Das Drehgelenk des HA45A 4x4 befindet sich vor dem Knickpunkt des Fahrgestells, was eine gleichmäßige Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterwagen bewirkt. In Kombination mit Sperrdifferenzialen an Vorder- und Hinterachse sowie einem Längsdifferenzial soll dies die Traktion auch in Kurvenfahrten sicherstellen.
Serienmäßiges Wiegesystem und digitaler Fahrerarbeitsplatz
Um Überladungen zu vermeiden, ist der Muldenkipper serienmäßig mit einem Wiegesystem an der Hinterradaufhängung ausgestattet. In der Fahrerkabine werden diese sowie alle weiteren Betriebsdaten auf einem neuen 12-Zoll-Digitaldisplay gebündelt. Den Abkippvorgang unterstützen ein Neigungsmesser mit Kippschutz sowie eine Anzeige des Schwerpunkts. Rückfahrwarner und Rückfahrkamera ergänzen die Standardsicherheitsausstattung für den Baustellenbetrieb.
Hintergrund: Warum ein Zweiachs-Dumper (4x4)?
Zweiachsige Knicklenker schließen im Erdbau die Lücke zwischen starren Muldenkippern (Skw) und den klassischen dreiachsigen Knicklenkern (6x6). Sobald die Fahrwege auf der Baustelle befestigt oder gut gepflegt sind, spielt das 4x4-Konzept handfeste wirtschaftliche Vorteile aus:
Merkmal | Praxisnutzen des Zweiachsers (4x4) gegenüber dem Dreiachser (6x6) |
Höhere Wendigkeit | Durch das Fehlen der hinteren Tandemachse ist der Radstand deutlich kürzer. Der kleinere Wendekreis spart wertvolle Zeit beim Rangieren an der Ladestelle (unter dem Bagger) oder an der Kippstelle. |
Geringerer Reifenverschleiß | Bei engen Kurvenfahrten werden die Reifen der hinteren Achsen bei einem Dreiachser über den harten Boden „radiert“ (Scrubbing-Effekt). Dieser teure Verschleiß entfällt beim Zweiachser komplett. |
Niedrigere Betriebskosten | Es müssen nur vier statt sechs teure EM-Reifen (Earthmover) gewartet und gewechselt werden. Zudem entfällt die mechanische Wartung für eine komplette dritte Achse. |
Kürzere Zykluszeiten | Auf gut gepflegten Pisten (z.B. durch Grader abgezogen) bietet der Zweiachser ein ruhigeres Fahrverhalten bei höheren Geschwindigkeiten. Er schaukelt sich weniger auf, was den Materialumschlag pro Schicht erhöht. |
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