Bauma 2022
Epiroc erweitert V Cutter-Reihe um kleinere Anbaufräse

Vor drei Monaten hat Epiroc seine V-förmige Anbaufräse VC 2000 auf den Markt gebracht, die besonders effizient arbeitet. Mit der zum Patent angemeldeten Technologie kann der „V Cutter“ einen ebenen Graben mit einer einfachen Geradeausbewegung erstellen. Auf der Bauma stellt der schwedische Hersteller ein zweites Modell für Trägergeräte von 15 bis 28 Tonnen vor.
Eine konventionelle Anbaufräse muss sich hin und her bewegen, um einen ebenen Graben zu erstellen, denn zwischen den Trommeln befindet sich baulich bedingt ein Steg. Beim Graben bliebe hier Material stehen, würde man sie einfach geradeaus bewegen. Das Schwenken der Fräse belastet vor allem den Ausleger des Trägergeräts: schnellerer Verschleiß ist die Folge. So einen Steg hat der „V-Cutter“ nicht: Seine Trommeln sind V-förmig angeordnet – das ermöglicht das Fräsen einer ebenen Grundfläche in einer einfachen Geradeausbewegung. So kann der Maschinenführer viel schneller einen genaueren Graben ziehen, denn der Graben ist genauso breit wie die Fräse. Das heißt: Das Gerät ist einfacher einzusetzen, schont das Trägergerät und kostet weniger Energie und Zeit. Der Hersteller spricht von Energieeinsparungen von bis zu 40 Prozent.
Mehr Effizienz beim Grabenbau und in Steinbrüchen
Epiroc hat diese neue Technologie in verschiedensten Anwendungsgebieten getestet. Der V-Cutter eigne sich nach Angaben des Herstellers für die Profilierung von Gesteins- oder Betonwänden, für den Grabenbau, für den Aushub gefrorenen Bodens, für den Abbau von Gestein in Steinbrüchen und für Abbrucharbeiten. Nach der Vorstellung der Anbaufräse VC 2000 für Trägergeräte zwischen 20 und 40 Tonnen im April folgt auf der Bauma im Oktober die Premiere für die kleinere Schwester: Sie eignet sich für Bagger von 15 bis 28 Tonnen. Eine dritte Variante in der V Cutter-Reihe hat Epiroc für das erste Quartal 2023 angekündigt.
Einsteckwerkzeuge on demand
Zudem stellt Epiroc auf der Bauma das neue „Tool-on-demand“-Konzept vor, das der Hersteller jetzt für seine Einsteckwerkzeuge für Hydraulikhämmer anbietet. Wenn bei speziellen Anforderungen Standardwerkzeuge nicht ausreichen, lassen sich mit „Tool on demand“ verschiedenste Werkzeuge in allen Größen und Geometrien bestellen - ob länger, kürzer, hitzebeständig oder speziell geformt. Sie können innerhalb von nur zwei Wochen geliefert werden, verspricht Epiroc.

Als weitere Highlights zeigen die Schweden auf der Bauma einen neuen Bohrwagen, die hauseigene Meißelpaste mit einem Anwendungsspektrum zwischen -30 und +1.000 °C sowie die neue App „MyEpiroc“ für Telematik, Service und Bestellungen.
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