14-Meter-Maschine macht kehrt
Mega-U-Turn im Schacht

Es war eine sprichwörtlich große Herausforderung: Eine 2.500 Tonnen schwere Schildmaschine mit 14 Metern Durchmesser musste auf engstem Raum, nämlich im Schacht, um 180 Grad gedreht werden. Als Spezialtechnik aus dem Bereich „Heavy Move“ von Max Wild kamen insgesamt 16 „Fluidts“-Lastmodule zum Einsatz, die der gewaltigen Maschine innerhalb eines Tages ihren Dreh verpasst haben.

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Die Baustelle an der US-Ostküste in Virginia ist Teil der Hampton Roads Bridge Tunnel Expansion, eines der größten Infrastrukturprojekte in den USA. Parallel zu den zwei bestehenden Tunneln entstehen zwei weitere rund 2,5 Kilometer lange Tunnel unterhalb des Gewässerbettes in gut 38 Metern Tiefe. „Unser erstes Heavy-Move-Projekt in den USA und dann gleich solch eine Baustelle. Das ist ein bisher einmaliges Erlebnis in unserer Firmengeschichte“, freut sich Markus Wild, einer der Geschäftsführer der Max Wild GmbH. „Dass wir als mittelständisches Familienunternehmen aus dem Allgäu bei solch einem Riesenprojekt mitarbeiten, das macht mich wirklich stolz.“
Drehung der Schildmaschine auf halber Strecke
Für die neuen Zwillingstunnel bohrte sich die Tunnelbohrmaschine (TBM) von Herrenknecht zuerst von Süd nach Nord, also von Norfolk nach Hampton. Dort angekommen, musste der vordere Teil der TBM, die Schildmaschine, um 180 Grad gedreht werden, um anschließend auf dem Rückweg in entgegengesetzter Richtung den zweiten Tunnel zu bohren. Genau hier kam Max Wild mit seinem Bereich „Heavy Move“ ins Spiel. „Mithilfe unseres einzigartigen Fluidts-Verschubsystems hat Herrenknecht die 14 Meter Durchmesser große und 2.500 Tonnen schwere Schildmaschine gedreht“, erklärt Gerd Chmeliczek, der als Oberbauleiter Heavy Move bei Max Wild vor Ort auf der Baustelle in Virginia war.

Das Besondere an der Fluidts-Verschubtechnik von Max Wild: Damit lassen sich tonnenschwere Maschinen, Geräte oder Bauteile mit einem Hub bis zu 25 cm anheben und direkt an Ort und Stelle verschieben. Das System besteht aus mehreren Lastmodulen; jedes dieser Module kann bis zu 250 Tonnen heben und setzt sich aus einem Lastzylinder und einer Lastplatte zusammen. Eine Membran in der Lastplatte wird mit Stickstoff gefüllt, wodurch die Last – wie hier die Schildmaschine – mit nur einem Prozent Reibung gleitet. „Wir sind die einzigen weltweit, die das können“, betont Chmeliczek.
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Auf engstem Raum Maschine gedreht
Bei engen Platzverhältnissen, wie hier im Schacht, spielt die Fluidts-Verschubtechnik von Max Wild ihre Vorteile aus und ist manchmal die einzige technische Möglichkeit. „Unser Equipment ist relativ kompakt. Andere Techniken haben im Schacht nicht genug Platz, um diese 180-Grad-Drehung der Schildmaschine zu leisten“, so Chmeliczek. Zudem passiert der Verschub bei Max Wild besonders effizient. Mittels der Fluidts-Verschubtechnik bewegt sich die Last mit einem Meter pro Minute und ist damit besonders schnell da, wo sie hin soll. Im Fall der Hampton Roads Bridge Tunnel Expansion heißt das: Die 180-Grad-Drehung der Schildmaschine hat gerade einmal einen Tag in Anspruch genommen. Der gesamte Einsatz, mit Vor- und Nachbereitung hat zwei Wochen gedauert.

Quelle: Max Wild
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