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B_Iumweltbau
Gasleitungsdemontage: Kaltzuschnitt mit Spezialsäge
Sägen zum „kalten“ Trennen von Materialien werden insbesondere dann angewendet, wenn Funkenflug unzulässig ist, beispielsweise beim Entfernen von Rohren auf Industriegeländen. | Foto: Arvi

Bei der Demontage der Rohrleitungen wurden die Leitungen zunächst alle 60 Meter freigelegt und durchtrennt. Anschließend hob man die komplette 60-Meter-Sektion aus dem Graben und legte sie auf Bodenniveau ab. Dort erfolgte eine weitere Zerlegung in handliche 5-Meter-Abschnitte, die anschließend abtransportiert wurden.

Angesichts einer Wandstärke von 12 Millimetern und eines Durchmessers von über 45 Zentimetern (18 Zoll) stellte das Sägen der Stahlrohre eine erhebliche technische Herausforderung dar. Eine rein manuelle Bearbeitung wäre äußerst zeitintensiv und körperlich belastend gewesen. Daher wurde nach einer Lösung für ein mechanisches Sägen gesucht – mit Erfolg: Die eingesetzte Spezialsäge von Arvi erwies sich als ideale und effiziente Alternative.

Funkenfreier Kaltzuschnitt für maximale Sicherheit

Da aus dem Stahl geringe Mengen an Restgasen austreten können, mussten sämtliche Arbeiten funkenfrei durchgeführt werden. Entscheidend war daher die Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien für den sogenannten Kaltzuschnitt.

Durch den Einsatz eines speziellen Sägeblatts, einer angepassten Schnittgeschwindigkeit sowie eines optionalen Kühlsystems konnten die geforderten Sicherheitsstandards zuverlässig eingehalten werden. Die verwendeten Spezialsägen vom Typ TorqCut, hergestellt von Decom Engineering in Großbritannien, sind speziell für diese Anforderungen konzipiert.

Durch den Einsatz eines speziellen Sägeblatts, einer angepassten Schnittgeschwindigkeit sowie eines optionalen Kühlsystems konnten die geforderten Sicherheitsstandards zuverlässig eingehalten werden. | Foto: Arvi
Durch den Einsatz eines speziellen Sägeblatts, einer angepassten Schnittgeschwindigkeit sowie eines optionalen Kühlsystems konnten die geforderten Sicherheitsstandards zuverlässig eingehalten werden. | Foto: Arvi

Zur zusätzlichen Absicherung der Arbeiten führte ein zertifiziertes Unternehmen mehrere Testschnitte durch. Dabei wurden die Temperaturen am Sägeblatt sowie am Stahlrohr kontinuierlich gemessen. Das Ergebnis: Die Temperaturen lagen deutlich unter der festgelegten Höchstgrenze von 100 Grad Celsius. Auf Grundlage dieser Messergebnisse genehmigte Gasunie die Arbeitsmethode offiziell.

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Umweltschutz bei der Rohrtrennung

Auch der Schutz von Boden und Umgebung spielte eine wichtige Rolle. Während des Sägevorgangs wurden eine Auffangwanne sowie eine Plane unter der Säge positioniert. Dadurch konnte verhindert werden, dass Metallpartikel oder Rückstände in den Boden gelangen und diesen verunreinigen. Ein weiterer Vorteil des eingesetzten Systems ist seine Flexibilität: Säge kann auch unter Wasser eingesetzt werden.

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