Schänzlesportplatz in Konstanz nach sechs Monaten Bauzeit neu aufgestellt
Gute Nachrichten aus dem Konstanzer Paradies: Der Schänzlesportplatz präsentiert sich nach sechs Monaten Bauzeit in neuem Gewand. Die kompletten Außenanlagen rund um Sportplatz und Halle wurden von den GaLaBauern von Schöppler grundlegend saniert und neu aufgebaut – pünktlich für den Trainings- und Wettkampfbetrieb.

Die Wolken hängen tief und es ist regnerisch an diesem Tag Ende September. Trotzdem ist Polier Johannes Chavillier guter Dinge. Zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen hat der Capo dieses Projekt auf die Zielgerade gebracht. Mit Blick auf die knallrote Tartanbahn schmunzelt er nur und meint: „Hier werden nach einem Regen keine Pfützen mehr stehen wie früher!“
Schänzlesportplatz: Jahrzehntelanger Sanierungsbedarf
Der frühere Zustand der Wettkampfbahn beschrieb gut die Verfassung der gesamten Anlage. Der Schänzlesportplatz und seine Halle stammen aus den 1970er Jahren; sie waren immer mal wieder ausgebessert, aber nie grundsaniert worden. Dies stand zwar schon lange auf dem städtischen Wunschzettel, ließ aber immer wieder auf sich warten. Die Außenanlagen wollte man zudem erst angehen, wenn die Sporthalle modernisiert sein würde. Diese Voraussetzung war nunmehr erfüllt und Schöppler, ein Unternehmen der Tuttlinger Storz-Gruppe, bekam den Auftrag, innerhalb von sechs Monaten Sportplatz und Außenanlagen zu erneuern, planerisch geleitet vom Konstanzer Büro „Eberhard Landschaftsarchitekten“.
Sportanlagen komplett neu aufgebaut
Dies bedeutete den Aufbau der Sportanlagen von Grund auf. 2.000 Kubikmeter Boden habe man zuerst einmal entfernen und fachgerecht entsorgen müssen, berichtet Chavillier. Belastetes Material, denn in diesem Bereich habe sich ganz früher eine Mülldeponie befunden. Erst dann habe das siebenköpfige Team die zentrale Ballsportfläche und die Leichtathletik-Anlagen drum herum aufbauen können.
Drainage, Beregnung und Bodenaufbau auf über einem Hektar

Dazu musste der wellige Untergrund zunächst einmal begradigt und ein Planum auf der gut ein Hektar messenden Fläche hergestellt werden, in Zusammenarbeit mit Kollegen von Storz Verkehrswegebau. Drainageleitungen für die zentrale Fläche sowie Sammlerleitungen um das Spielfeld herum folgten, ebenso eine Beregnungsanlage mit rund 1.000 Meter Leitungen. 800 Tonnen Sand habe man anschließend aufgebracht, nachdem dieser mit dem bisherigen Humusbelag in einem bestimmten Verhältnis gemischt worden war, berichtet der Polier.
Leichtathletikanlage: Exakte Vermessung für den Wettkampfstandard
Johannes Chavillier führt über die neue Anlage. Blau leuchtet der Anlaufbereich zum Weitsprung, rot die 400-Meter-Bahn. „Ein Kunststück, die einzumessen“, kommentiert er. „Aber GPS hat uns auch den Einbau der Kanäle, Drainageleitungen und Schlitzrinnen erleichtert. Die mussten millimetergenau gesetzt werden, damit das Wasser im Freispiegel ablaufen kann.“ Man merkt dem Capo an, dass er stolz ist auf seine Leute und auf die Arbeit, die hier geleistet wurde. „Sportplatzbau ist nicht einfach“, sagt er, zumal man unter Zeitdruck stand. Bis zum herbstlichen Laubfall mussten die Sportflächen fertig sein.
Moderne Wettkampfanlagen für alle Disziplinen
Am westlichen Ende entstehen am Tag des Besuchs gerade der Bereich für Hochsprung und der Anlauf für den Speerwurf. Am anderen Platzende werden künftig die Diskus- und Hammerwerfer sowie die Kugelstoßer gegeneinander antreten. Die alte Flutlichtanlage wurde ersetzt durch einen modernes, energieeffizientes und bedarfsgesteuertes Beleuchtungssystem. Ringsherum Aufenthaltsmöglichkeiten für Zuschauer, zum Teil mit Sitzgelegenheiten. Ein Streetball- und Basketballfeld im Eingangsbereich ist im Bau und soll für die Öffentlichkeit zugänglich sein.
1,8 Millionen Euro für den Sportstandort Konstanz
Mit 1,8 Millionen Euro steht dieser Auftrag bei Schöppler in den Büchern. Die neu gestaltete Sportanlage am Schänzle soll bald auch als Trainingsgelände für internationale Meisterschaften dienen. Vor allem aber können sich viele Konstanzer Sportvereine über die guten Nachrichten aus dem Paradies freuen.
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