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Weltkongress Gebäudegrün 2026: Impulse für die klimagerechte Stadt

Weltkongress Gebäudegrün 2026: Impulse für die klimagerechte Stadt
Ute Bonde, Berliner Umweltsenatorin, Bettina Hagedorn, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, und Dr. Gunter Mann, BuGG-Präsident, beim Rundgang über die Fachausstellung. | Foto: Bundesverband GebäudeGrün

Begrünte Städte müssen eine Selbstverständlichkeit werden. Diese Forderung zog sich wie ein roter Faden durch den Weltkongress Gebäudegrün im Juni in Berlin. Die über 700 Teilnehmenden aus 32 Ländern waren sich einig: Pflanzen auf Dächern, an Fassaden und in Innenräumen zählen zu den effektivsten Klimaanpassungsmaßnahmen. Der Bundesverband GebäudeGrün e.V. (BuGG) setzte mit seiner internationalen Veranstaltung dafür ein starkes Zeichen.


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BuGG-Präsident Dr. Gunter Mann und Paulo Pahla, Präsident des Europäischen Fachverbands Bauwerksbegrünung (EFB), riefen zu Beginn des Kongresses zum intensiven Austausch auf. Mann betonte: „Der Weltkongress bietet eine wichtige Plattform zur Kommunikation über wissenschaftliche und technische Lösungen zur Klimaanpassung unserer Städte.“ Pahla sagte: „Für die Zukunft werden Austausch und intensive Zusammenarbeit entscheidend sein, um die Städte schnellstmöglich widerstandsfähiger zu machen.“

Thomas Banzhaf, Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), sieht die Lösung in der Gebäudebegrünung. Fassaden aus Stein und Glas sowie die endlosen Dachflächen seien kostbar und sollten als neue grüne Landschaften gedacht werden. Das Potenzial dieser Flächen sei gewaltig. Die Politik sieht er besonders in der Pflicht – als Weichensteller. Der BGL-Präsident appelliert: „Unser Land braucht viel mehr Tempo bei der Begrünung der Städte!“

53 Unternehmen, Verbände und Organisationen gaben in der Fachausstellung einen umfassenden Überblick über die verschiedene Produkt- und Systemlösungen sowie Dienstleistungen der Branche. Ergänzend dazu gab es eine Posterausstellung mit 63 Beiträgen aus sieben Ländern. Beides waren beliebte Treffpunkte des Austausches, des Wiedersehens und Kennenlernens.

Dass die Branche umtriebig ist, zeigte sich in den zahlreichen Vorträgen. 90 Referierende aus 24 Ländern gaben einen umfassenden Einblick in Forschung und praktische Umsetzung. Keynote-Speaker gaben prägende Impulse. Unter anderem zeigte der französische Botaniker Dr. Patrick Blanc auf, wie wichtig die richtige Pflanzenauswahl bei der Begrünung von Bauwerken ist. Auf seinen vielen Reisen lässt er sich inspirieren: „Seit 50 Jahren bereise ich die Welt und schaue dort nach Pflanzen. Ich orientiere mich immer an der Natur“, so Blanc. Begrünungen können komplexe Gebilde werden. Wichtig sei das Zusammenspiel von Pflanze und Ort. In der Anwendung müsse die Natur im künstlichen Raum nachgeahmt und für künstliche Wasserspeicher gesorgt werden.

Exkursionen: exklusive Einblicke

BuGG-Präsident Dr. Gunter Mann: „Der Weltkongress hat gezeigt, wie wichtig das Grün an und in Gebäuden ist und was alles möglich ist.“ | Foto: Bundesverband GebäudeGrün
BuGG-Präsident Dr. Gunter Mann: „Der Weltkongress hat gezeigt, wie wichtig das Grün an und in Gebäuden ist und was alles möglich ist.“ | Foto: Bundesverband GebäudeGrün

An Tag 3 des Weltkongresses fanden Exkursionen mit fachkundiger Begleitung zu besonderen Begrünungsobjekten in Berlin statt. Neben dem Wissenstransfer und dem Aufzeigen von Best Practice-Beispielen, stand die Vernetzung zwischen den Teilnehmenden aus Planung, Politik, Städten, Siedlungswasserwirtschaft, Industrie, Immobilienbranche und Verbänden im Vordergrund. Die rund 260 Teilnehmenden der 4 Exkursionen zeigten sich beeindruckt von der Fülle und Vielfalt der Dach-, Fassaden- und Innenraumbegrünungen in Berlin. Darunter waren auch Projekte, die nicht frei zugänglich sind. Diese exklusiven Einblicke einschließlich einer Führung durch die Projektverantwortlichen zeichneten den Kongress aus.

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„Der Weltkongress Gebäudegrün hat uns alle noch einmal wachgerüttelt. Er hat gezeigt, wie wichtig das Grün an und in Gebäuden ist und was alles möglich ist“, resümierte BuGG-Präsident Dr. Gunter Mann. Nun gelte es weiter an einem Strang zu ziehen und das Thema Gebäudegrün noch viel stärker in die Tat umzusetzen. „Der Kongress hat dem Ganzen einen ordentlichen Schub verliehen. Diesen müssen wir nun nutzen!“


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