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Anschläge auf Bäume: Vandalismus und Giftanschläge – warum geschieht das?

Anschläge auf Bäume: Vandalismus und Giftanschläge – warum geschieht das?
Baumvandalismus am Panoramaweg bei Werder in Brandenburg. | Foto: Landesbetrieb Straßenwesen

Die Attacken auf Bäume in diesem Sommer reißen nicht ab: Die Täter greifen dabei zu Sägen oder Gift. Jetzt wurden im brandenburgischen Werder gleich 40 Obstbäume vollständig zerstört oder schwer beschädigt. Auch in anderen Bundesländern gab es wiederholt derartige Anschläge.


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Der entstandene Schaden soll sich auf über 100.000 Euro belaufen. Nach Einschätzung des Landesbetriebs Straßenwesen (LS) Brandenburg, dem die Obstbäume gehören, verfügten die unbekannten Täter über detaillierte Kenntnisse, wie diese nachhaltig geschädigt werden können. Demnach haben sie die Bäume entlang des Werderaner Panoramaweges teils angesägt, teils an der Wurzelbasis angebohrt. Die Taten wurden bei der zuständigen Polizeidienststelle angezeigt.

Durch das Ansägen können Baumkronen bei Sommerwind abbrechen, sodass der Schaden wie ein natürlicher Bruch wirkt, teilt der Landesbetrieb mit. Beim Anbohren der Wurzelbasis würden hingegen die Leitbahnen und die Standfestigkeit des Baumes zerstört. Als auffällig bezeichnet es die Behörde, dass ausschließlich Bäume betroffen seien, die von ihr gepflanzt wurden. Dies deute darauf hin, dass die Täter wussten, wer der Auftraggeber war. Ein gezieltes Vorgehen gegen den Landesbetrieb? Die Behörde wird den entstandenen Schaden eigenen Angaben zufolge ersetzen.

Täter spritzen Glyphosat in Bäume

Gleich mehrere Meldungen von mutwillig vergifteten Bäumen gibt es aus Hessen. Demnach haben Unbekannte in Frankfurt zwei Platanen das Pflanzenschutzmittel Glyphosat gespritzt. In Bad Hersfeld wurden drei Winterlinden beschädigt. Oft gehen die Täter nach dem gleichen Muster vor, bohren Löcher in die Baumstämme und spritzen eine giftige Flüssigkeit, oft Glyphosat, hinein. In der Pfalz kamen vier mehr als 100 Jahre alte Platanen zu Schaden. Weitere Fälle gab es in Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

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Die Baumanschläge geben Rätsel auf, das Motiv liegt im Dunkeln. Eigeninteresse? Törichte Mutprobe? Naturhass? Die Polizei ermittelt zwar, doch von den Tätern gibt es meist keine Spur.

Hass auf Bäume

Baumkontrolleurin Daniela Antoni sagte in einem Fernsehinterview anlässlich der Giftattacken-Serie in Hessen, dass sie oft mit Wut vor allem gegen Stadtbäume konfrontiert werde. Nach ihrer Erfahrung hätten manche Menschen tatsächlich einen Hass auf Bäume. „Ich erlebe es in meinen Alltag sehr häufig, dass die Leute extra auf die Straße gelaufen kommen und mich anschreien: Der Baum muss weg, der Baum muss gefällt werden“, berichtete die Sachverständige im TV-Beitrag.


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