Firmenjubiläum
25 Jahre Holp: Neue digitale Baumaschinen-Produktion für Anbaugeräte eröffnet

Pünktlich zum 25-jährigen Firmenjubiläum im Juni hat der Ausrüster Holp seine neue Produktionsstätte in Murrhardt eröffnet. Der Neubau bündelt eine durchgehend digitalisierte Fertigung. Bauunternehmen profitieren durch die optimierten Prozesse von einer deutlich schnelleren Verfügbarkeit der Anbaugeräte und Serviceleistungen.

Das Aufmaß bleibt im Team, die Genauigkeit auf dem Platz
Effiziente GaLaBau-Vermessung: Der GNSS-Empfänger UNI-GR2 ermöglicht zentimetergenaue Aufmaße und digitale Dokumentation komplett in Eigenregie.
Das 25-jährige Bestehen als Hersteller von Anbaugeräten markiert gleichzeitig den Startschuss für eine deutlich erweiterte, digital gesteuerte Produktion. Im neuen Gebäude wurden die Abläufe vom Wareneingang über die Produktion bis zur Lackieranlage neu strukturiert. Diese Prozessoptimierung reduziert die Fertigungszeiten drastisch. Das beschleunigt sowohl die Auslieferung neuer Systeme als auch die Werksüberholung bestehender Komponenten wie dem Rototop-Drehantrieb. Zudem bietet der Standort Raum für eine perspektivische Verdopplung der Belegschaft.
Effizienzsteigerung im Erdbau als Entwicklungsmaßstab
„Wir haben die DNA der Baggerfahrer und gleichzeitig das Denken der Unternehmer. Innovationen entstehen bei uns niemals am Schreibtisch, sondern immer durch die Anforderungen der Praxis auf der Baustelle.“– Günter Holp, Geschäftsführer
Seit dem ersten Messeauftritt im Jahr 2001 fokussiert sich das Unternehmen auf Konstruktion und Vertrieb von Ausrüstung. Dabei gilt eine strikte interne Vorgabe: Neue Systeme kommen nur auf den Markt, wenn sie Bauunternehmen eine messbare Leistungssteigerung von mindestens 25 Prozent ermöglichen. Die Basis für diese Entwicklungen bildet das direkte Praxis-Feedback aus dem eigenen Wegebau-Betrieb. Darüber hinaus gestaltet das Unternehmen Branchenstandards wie die Daten-Initiative MIC 4.0 aktiv mit.
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Prozessoptimierung auf der Baustelle gegen Fachkräftemangel
Veränderte Lieferketten, hohe Baustellenkomplexität und der branchenweite Fachkräftemangel erfordern angepasste Strukturen bei Herstellern und Anwendern. Um die Betreuung der Endnutzer sicherzustellen, stützt sich der Vertrieb auf ein wachsendes, internationales Händlernetzwerk. Die Doppelveranstaltung aus Jubiläum und Werkseröffnung, an der auch Branchenvertreter von VDMA und VDBUM teilnahmen, unterstreicht laut den Geschäftsführern die Rolle des Mittelständlers als regionaler Arbeitgeber und technologischer Treiber.
Holp - Mehr als 25 Jahe Maschinenbau
Vom Erdbau-Praktiker zum digitalen Maschinenbauer
- 1979 (Gründung): Franz Holp gründet ein Erdbau-Unternehmen in Murrhardt. Seine praktische Baustellenerfahrung fließt früh in technische Optimierungen für Baumaschinen ein.
- 1990er-Jahre (Entwicklung): Günter Holp tritt in das Familienunternehmen ein. Aus der täglichen Praxis im Wegebau entstehen erste eigene Patente, darunter der „Variolöffel“.
- 2001 (Fokus Maschinenbau): Mit dem ersten Auftritt auf der Fachmesse Bauma verlagert sich der Schwerpunkt endgültig auf die Konstruktion und den Vertrieb von Anbaugeräten.
- 2007 (Markteinführung): Der Drehantrieb Rototop wird vorgestellt und entwickelt sich zum Kernprodukt des Herstellers.
- Heute (Struktur & Kapazitäten): Die Holp GmbH beschäftigt rund 40 Mitarbeitende. Das Produktportfolio umfasst Drehantriebe und Tiltrotatoren für Bagger von 0,6 bis 45 Tonnen. Die ursprüngliche Holp Wegebau GmbH existiert weiterhin und dient dem Maschinenbau als direktes Testfeld in der Praxis.
Wirtschaftlichkeit & Nachhaltigkeit im Fokus
- Das „zweite Baggerleben“: Als nachhaltige und wirtschaftliche Alternative zur Neuanschaffung bietet das Werk eine professionelle Generalüberholung gebrauchter Drehantriebe an. Für rund 25 Prozent der Neukosten wird der Rototop komplett instandgesetzt.
- Meilenstein Neubau: Nach starkem Wachstum zwischen 2019 und 2022 wurde der Hauptsitz erweitert. Der 2024 bezogene und im Frühjahr 2026 im Außenbereich fertiggestellte Neubau ermöglicht kürzere Lieferzeiten durch eine papierlose, digitalisierte Fertigung.
- Zukunftsausrichtung: Neben dem Ausbau des Exports und der Stärkung des bundesweiten Vertriebsnetzes setzt das Unternehmen auf die Implementierung von KI-gestützten Prozessen in der Verwaltung und Produktion.
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