Mecalac-Belegschaft wechselt in Transfergesellschaft
Ende März der Mecalac Baumaschinen GmbH in Büdelsdorf: Zum 1. April ist die Baumaschinen-Produktion ausgelaufen. Der größte Teil der Belegschaft wechselt in eine Transfergesellschaft. Das Warten auf eine Investorenlösung geht weiter.


Das sind die neuen Prallbrecher der nächsten Generation
Mit der GIPO P 101 GIGA und GIPO P 111 GIGA präsentiert der Schweizer Hersteller zwei neue Prallbrecher, die rein elektrisch betrieben werden können.
Das Aus für den deutschen Mecalac-Standort im schleswig-holsteinischen Büdelsdorf war nicht abzuwenden: Die Mecalac-Gruppe hat das Werk bei Rendsburg am 31. März geschlossen. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat und der IG Metall zum Sozialplan und Interessenausgleich sind abgeschlossen. Die 180 Beschäftigten können jetzt in eine Transfergesellschaft wechseln, was die Mehrheit nach Zeitungsberichten auch in Anspruch nimmt. Damit gewinne man Zeit, so die IG Metall: Sie hofft auf eine Investorenlösung. Seit Monaten sollen Gespräche mit einem Investor über den Standort laufen, über deren Fortschritte aber bislang nichts bekannt ist.
Werksschließung als "Fehlentscheidung"
Die IG Metall Rendsburg bewertet die Werksschließung als "unternehmerischen Fehlentscheidung". Bereits bei Bekanntwerden der Pläne im November hatten die Beschäftigten gemeinsam mit der IG Metall Rendsburg Gegenwehr organisiert. „Wir können und werden diese Schließung so nicht akzeptieren", so IG Metall-Geschäftsführer Martin Bitter damals. Es sei "völlig unverständlich, dass diese Schließung geplant wird, kurz bevor die Effekte des Sondervermögens für Infrastruktur und Verteidigung greifen.“ Mecalac Baumaschinen baut Knick- und Schwenklader für die zivile, aber auch für die militärische Nutzung.
Mecalac hält an geplanter Schließung fest
Thorsten Bode, Geschäftsführer der Mecalac Baumaschinen GmbH, hatte erklärt, man sehe keine Alternative zur Schließung des Werks in Büdelsdorf. Für die betroffenen Beschäftigten gebe es zudem bereits zahlreiche Job-Angebote anderer Firmen.
Aus für einen Traditionsstandort
Das Radlader-Werk in Büdelsdorf blickt auf eine lange Tradition zurück. Ahlmann Baumaschinen hatte hier 1952 den weltweit ersten Schwenklader entwickelt. 2002 wurde das norddeutsche Unternehmen Teil der französischen Mecalac-Gruppe. Büdelsdorf wurde zum Kompetenzzentrum für Radlader innerhalb der europäischen Mecalac-Gruppe erklärt und erhielt erst vor drei Jahren eine Kapitalspritze von 2,5 Millionen Euro für eine neue Produktionslinie.
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Dem Baumaschinenhersteller ging es allerdings im letzten Jahr nicht gut. Nach eineinhalb Jahren Kurzarbeit habe man im Werk Büdelsdorf erst seit September 2025 wieder voll gearbeitet, berichtete eine Mecalac-Mitarbeiterin der shz.

Mecalac gehört seit Juni 2025 zu Fayat
Bau-Riese Fayat expandiert stetig
Weiteres Radlader-Werk in Deutschland vor dem Aus
Nicht nur die Produktion von Mecalac-Radladern wird aus Deutschland abgezogen. Auch der Baumaschinenhersteller Yanmar Compact Equipment hat sein Werk in Crailsheim zum Ende 2025 geschlossen. Die Fertigung von Radladern hat ab 2026 das französische Yanmar-Werk in Saint-Dizier übernommen.
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