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Bautarif 2026: Tariflöhne im Baugewerbe steigen ab April 2026 deutlich
Im ersten Quartal 2026 gibt es wenig Bewegung bei den Tariflöhnen am Bau. Im April steigen die Entgelte im Bauhauptgewerbe. | Foto: bb

Bauhauptgewerbe: Lohnerhöhung im April


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Mit der Anpassung zum April 2026 wird der Tarifabschluss aus dem Sommer 2024 vollständig umgesetzt. Die letzte Stufe bringt vor allem zwei zentrale Veränderungen: eine flächendeckende Erhöhung im Westen und die vollständige Angleichung der Ostlöhne. Die Lohngruppe 1 steigt auf 15,86 Euro pro Stunde, Lohngruppe 3 auf 18,49 Euro. Auszubildende erhalten im ersten Jahr künftig 1.222 Euro monatlich.

Ost-West-Lohnangleichung: Historischer Schritt im Bauhauptgewerbe

Damit gelten erstmals für die rund 930.000 Beschäftigten des Bauhauptgewerbes bundesweit identische Vergütungssätze. Für das Tarifgebiet Ost bedeutet das eine Entgelterhöhung von rund 5,1 %. Bei den Ausbildungsvergütungen geht die Angleichung im Tarifgebiet Ost zum Teil mit zweistelligen prozentualen Steigerungen einher.

Tariferhöhungen gelten auch für Bau-Azubis

„Mit diesem Tag haben wir ein lang verfolgtes Ziel erreicht“, so Jutta Beeke, Vizepräsidentin Sozialpolitik des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie Besonders wichtig sei es ihr, dass die historisch weiter auseinanderliegenden Ausbildungsvergütungen mit einbezogen und hier Steigerungen von bis zu 13,4 % erreicht wurden. „Mit Ausbildungsvergütungen von mindestens 1.222 Euro im ersten Ausbildungsjahr bis zu 1.610 Euro im dritten Ausbildungsjahr setzen wir ein klares Zeichen für attraktive Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen.“

Nächste Bau-Tarifrunde im Frühjahr 2027

Derweil bereitet die IG BAU die nächste Tarifrunde im Bauhauptgewerbe vor, die voraussichtlich im März 2027 starten soll. Am 30. Oktober 2025 fand in Wiesbaden eine erste Verhandlung statt, bei der die Arbeitgeber allerdings ohne Mandat erschienen waren.

Entwicklung der Tariflöhne in baunahen Gewerken

Zum Jahresbeginn sind die Mindestlöhne in baunahen Handwerken gestiegen. Seit Januar 2026 liegt der Mindestlohn für ungelernte Kräfte im Dachdeckerhandwerk bei 14,96 €/Stunde. Für Fachkräfte bleibt der Mindestlohn im Rahmen des bis 2028 angelegten Tarifvertrags stabil, die nächste Stufe folgt erst später.

Im Gerüstbau hat es bereits im November 2025 eine Lohnerhöhung gegeben. Die kräftige Lohnsteigerung aus dem Tarifabschluss – +7,5 % ab November 2025 – wirkt weiter. Zum Jahresbeginn ist zudem der Branchenmindestlohn im Gerüstbauhandwerk angehoben worden: Seit dem 1. Januar 2026 liegt er bei 14,35 €/Stunde.

Baustoffindustrie: Erste Tarif-Erhöhungen im März

In der Baustoffindustrie haben Anfang 2026 nur wenige neue Stufen gegriffen. Die meisten Tarifbereiche steigen erst im Frühjahr oder Sommer.

Im Bereich Steine und Erden Bayern war zum 1. März 2026 die nächste Stufe fällig: Die Löhne und Gehälter erhöhen sich um 3,3 %. Zuvor galt seit Juni 2025 ein Plus von 2,45 %.

In der Beton- und Fertigteilindustrie Mecklenburg-Vorpommern sowie Mitte-Ost bleibt es bis Ende April bei der Stufe von August 2025. Lediglich das das Urlaubsgeld ist seit dem 1. Januar 2026 um 150 Euro erhöht worden.

Auch in der Ziegelindustrie Nord bleibt das Lohnniveau bis März unverändert. Die Tarifrunde 2025 wurde vertagt; das bisherige Arbeitgeberangebot sieht 1,8 % mehr Lohn ab 1. März 2026 vor. Ein Abschluss liegt nicht vor, wie die Gewerkschaft betont.

Regionale Tarifbewegungen in der Ziegelindustrie

Zwischen Januar und April 2026 haben sich die Entgelte in der Ziegelindustrie je nach Region unterschiedlich entwickelt. In Nordrhein-Westfalen und im südlichen Niedersachsen galten die Tabellenwerte aus 2025 noch bis Ende Januar weiter. Für Januar wurde eine Einmalzahlung von 90 Euro vereinbart, die im Juni ausgezahlt wird. Seit 1. Februar 2026 steigen die Ecklöhne um 100 Euro, zudem erhöhen sich die Ausbildungsvergütungen um 40 Euro je Ausbildungsjahr.

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In der Ziegelindustrie Ost greifen die höheren Entgelte schon seit 1. Januar 2026: Die Eckentgelte wurden rückwirkend um 2,4 Prozent angehoben, auch die Ausbildungsvergütungen steigen deutlich. Im Tarifgebiet Südwest hingegen lag bis Mitte Februar noch kein Abschluss vor, sodass es dort im Zeitraum Januar bis April zunächst bei den bisherigen Entgelten blieb.

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