Bau verzeichnet deutlichen Azubi-Zuwachs
Nach Jahren rückläufiger Zahlen gewinnt die Bauausbildung wieder an Dynamik: 2025 ist die Zahl der neuen Auszubildenden deutlich gestiegen – vor allem im Tief- und Hochbau. Auch das Dachdeckerhandwerk legt zu.


2026 erfolgreich durchstarten mit neuen Schulungen von PERI
Mit dem neuen Schulungsprogramm unterstützt PERI Fachkräfte dabei, ihr Wissen gezielt auszubauen – praxisnah, anwendungsorientiert und topaktuell.
Die Bauwirtschaft kann sich 2025 über einen deutlichen Anstieg bei den Ausbildungsverträgen freuen. Nach drei Jahren mit rückläufigen Zahlen steigen die Neueinsteiger laut SOKA-Bau um 13,3 %, die Gesamtzahl der Auszubildenden um 5,3 % auf über 40.000. Damit erreicht das Niveau wieder den Stand von 2023.
„Ausbildung und Fachkräftesicherung sind für unsere Unternehmen eine klare Zukunftsinvestition – auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten“, erklärt Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer beim Hauptverband der Deutschen Bauindustrie. Die Betriebe übernähmen Verantwortung und bereiteten sich personell auf die nächste Investitionswelle vor.
Tiefbau mit stärkstem Wachstumden meisten Neueinsteigern
Besonders kräftig ist das Plus im Tiefbau: Hier stiegen die Neueinsteigerzahlen um 21,3 %, vor allem bei Gleisbauern, Tiefbaufacharbeitern und Rohrleitungsbauern. Auch im Hochbau verzeichnet die Branche Zuwächse – plus 15,1 %, unter anderem bei Beton- und Stahlbetonbauern sowie Hochbaufacharbeitern.
Die Zahl der ausbildenden Betriebe hat sich bei knapp 13.500 stabilisiert – nach mehreren Jahren des Rückgangs ein weiteres positives Signal.
Mehr Frauen entscheiden sich für Bauberufe
Erfreulich ist auch die Entwicklung bei den weiblichen Auszubildenden: Ihre Zahl ist 2025 auf 3.410 gestiegen – das entspricht einem Anteil von 8,5 %. Rund 58 % der jungen Frauen entscheiden sich für einen gewerblichen oder technischen Beruf.
Mehr Azubis im Dachdeckerhandwerk
Auch das Dachdeckerhandwerk meldet steigende Ausbildungszahlen. Im ersten Lehrjahr legte die Zahl der Azubis um 10,8 % zu, über alle drei Lehrjahre hinweg um 4,1 %. Auffällig ist auch hier die Entwicklung bei den weiblichen Auszubildenden: 407 junge Frauen haben sich 2025 für den Beruf entschieden – 17 mehr als im Vorjahr.
ZVDH-Vizepräsident Jan Voges erklärt die Entwicklung mit der Innovationskraft des Handwerks: „Wir reagieren schnell auf neue Entwicklungen und setzen sie um. Das macht uns für junge Menschen besonders attraktiv.“ Viele wollten zudem sinnstiftend arbeiten und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Nachwuchswerbung und Vergütung zeigen Wirkung
Laut ZVDH sind die positiven Entwicklungen auch auf gezielte Nachwuchswerbung zurückzuführen: Auf Azubimessen, beim Girls’ Day oder in Schulen werde das Berufsbild aktiv vorgestellt. Dazu kämen Social-Media-Kampagnen und die hohe Ausbildungsvergütung. Ab Oktober 2026 erhalten Dachdecker-Azubis im dritten Lehrjahr 1.460 Euro monatlich. „Damit gehören wir zu den bestbezahlten Ausbildungsberufen“, betont ZVDH-Hauptgeschäftsführer Ulrich Fuhrmann.
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