Mit BIM zur schnelleren Verkehrsfreigabe
Ein Pilotprojekt auf der B71 zeigt, wie durchgängige BIM-Workflows den Straßenbau verändern. Digitale Modelle und praxisnahe Prozesse führten zu einer drei Wochen früheren Verkehrsfreigabe – und liefern Impulse für künftige Infrastrukturmaßnahmen des Bundes.

Baustelle drei Wochen früher fertig
Die Maßnahme erwies sich nicht nur als wirtschaftlich: Am Ende konnte die Verkehrsfreigabe sogar drei Wochen früher als ursprünglich geplant erfolgen. Damit hat sich das Bauunternehmen, das auf umfassende Erfahrung im Bereich des Infrastrukturbaus zurückblickt, den Sieg in der Kategorie Innovation und Digitalisierung verdient und einen Beitrag zur wirtschaftlichen Anwendung der BIM-Methode in üblichen Erhaltungsmaßnahmen geleistet.
BIM-Modelle und Bauabrechnung mit RIB-Software
Von Anfang bis Ende waren die Softwareprogramme RIB Civil und RIB iTWO fester Bestandteil des Projekts. So erstellten die Bunte-Experten für BIM, Drohnenbefliegung und Vermessung sämtliche Rück- bzw. Neubaumodelle in RIB Civil. Die Bauabrechnung erfolgte in RIB iTWO, wobei Datengrundlagen für die digitale Bauabrechnung im Sinne des Masterplans für Bundesfernstraßen bereitgestellt werden konnten. Für bestimmte Ausstattungsdetails, die in einem zusätzlichen Fachmodell erstellt wurden, kam neben RIB Civil ein weiteres Autoren-System zum Einsatz. Den engen Informationsaustausch anhand der digitalen Modelle stellten darüber hinaus für alle Beteiligten ein Common Data Environment (CDE) sicher.

BIM-Workflows für die praktische Anwendung
Wichtig bei BIM: Alle Beteiligten mitnehmen
Entscheidend für den Projekterfolg war es, alle Projektpartner aktiv mitzunehmen, sodass die Mehrwerte des digitalen Bauens teamübergreifend erkannt und angenommen werden - also Auftraggeber und Auftragnehmer, beteiligte Planungsbüros und Bauüberwachung, aber auch die öffentliche Hand. Eine entscheidende Rolle spielte zudem das Baustellenpersonal. Hier wurden konkrete Workflows benötigt, die den Mitarbeitenden wirklich weiterhelfen und nicht ausschließlich auf Fachleute aus der BIM-Welt zugeschnitten sind. „Der Schlüssel zum Erfolg ist, dass sich die Software-Nutzenden darauf verlassen können, dass die Funktionalität immer gegeben ist. Und sie somit eine Arbeitserleichterung bei ihren täglichen Aufgaben haben, ohne jedes BIM- oder Softwaredetail kennen zu müssen", so Ehmcke. „Hier ist auch das Einholen von Feedback, gerade beim Baustellenpersonal in vielen Fällen sehr entscheidend, um praktikable digitale Workflows für die Teams zu entwickeln.“

Enorme Zeitersparnis durch modellbasierte Abrechnung
„Großer Schritt in Richtung digitale Baustelle"
„Dank des herausragenden Engagements aller Beteiligten – vom Auftraggeber, der Bauüberwachung, unseren Experten von der Vermessung, den Bauleitern und Schachtmeistern – sowie dank des Vertrauens und Zuspruchs aller weiteren Beteiligten konnten wir einen großen Schritt in Richtung digitale Baustelle gehen" resümmiert Ehmcke. „Ohne das großartige Team und der Unterstützung durch RIB-Programme und Experten wäre dies nicht möglich gewesen.“
Im Bau kennen wir uns aus!
Für Sie bauen wir unseren Newsletter mit den relevantesten Neuigkeiten aus der Branche.
Gleich abonnieren!


Das könnte Sie auch interessieren:
Neueste Beiträge:
Meistgelesene Artikel
Jetzt Ausschreibungen finden
Wählen Sie eine Leistungsart, die Sie interessiert.


Bau


Dienstleistung


Lieferung
Verwandte Bau-Stichworte:
Top Bau-Stichworte:
Jetzt zum Newsletter anmelden:
Lesen Sie Nachrichten zu Bauwirtschaft und Baupolitik aus erster Hand. Plus: Hoch-, Tief- und Straßenbau.




