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Tatort: Faktencheck des IVH zu EPS-Dämmstoffen
Flachdach mit EPS-Dämmung: Nach dem Tatort „Fackel“ ordnet der Industrieverband Hartschaum die Darstellung von Dämmstoffen und Brandschutz fachlich ein. | Foto: IVH

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Der Industrieverband Hartschaum (IVH) kritisiert die Brand-Darstellung im Tatort "Fackel", der am 22. März in der ARD gesendet wurde. Jetzt hat der IVH eine fachliche Einordnung veröffentlicht. Darin bewertet der Verband mehrere Aussagen zu Dämmstoffen und Brandschutz als nicht realitätsgerecht. Ziel sei es, so der IVH, eine „sachlich fundierte und verlässliche Grundlage“ für die Einordnung des Themas zu schaffen.

EPS Dämmstoffe: Verband widerspricht Einzeldarstellung

Im Film wird ein Zusammenhang zwischen Polystyrol-Dämmstoffen und der Ausbreitung von Gebäudebränden hergestellt. Der IVH hält diese Darstellung für fachlich nicht belastbar. Expandierter Polystyrol-Hartschaum (EPS) werde im Bauwesen ausschließlich als Bestandteil von Wärmedämmverbundsystemen eingesetzt. Entscheidend für das Brandverhalten sei daher das Zusammenspiel mehrerer Komponenten wie Dämmstoff, Armierung und Putz, so der Verband.

„Der Tatort ‚Fackel‘ zeichnet in zentralen Punkten ein verzerrtes Bild.“ ,

Serena Klein

Brandstatistik EPS: IVH verweist auf Studien

Zur Einordnung verweist der IVH auf Auswertungen von Brandereignissen, unter anderem durch das Energieinstitut Hessen. Demnach sei Polystyrol:

  • in 53 Prozent der Fälle nicht aktiv am Brand beteiligt gewesen
  • in 14 Prozent beteiligt gewesen, ohne den Brandverlauf zu beeinflussen

Nur ein sehr kleiner Anteil der Brände weise eine unklare Beteiligung von EPS auf, so der Verband.

Brandursachen Bau: IVH sieht Gesamtsystem entscheidend

Der IVH betont, dass Brände im Bauwesen nicht isoliert durch einzelne Materialien entstehen. Ausschlaggebend seien vielmehr Faktoren wie Planung, Ausführung, Konstruktion und Brandschutzkonzepte. Auch Rauchentwicklung und Gerüche seien laut Verband kein spezifisches Merkmal einzelner Dämmstoffe.

Brandschutz Prüfungen: Verband kritisiert verkürzte Darstellung

Die im Tatort gezeigten Brandtests bewertet der IVH als unvollständig dargestellt. In der Praxis würden Fassadensysteme umfassend geprüft, unter anderem durch europäische Normtests sowie zusätzliche Fassaden-Großbrandversuche. Diese Prüfungen erfolgten durch unabhängige, staatlich anerkannte Stellen.

Flammschutz EPS: Bestandteil des Rohstoffs

Der IVH widerspricht zudem der im Film angedeuteten Möglichkeit, Dämmstoffe ohne Flammschutz einzusetzen. Das Flammschutzmittel sei bereits im Rohstoff enthalten und könne weder vom Hersteller noch vom Bauunternehmen nachträglich verändert werden.

„Brände entstehen nicht isoliert durch Baumaterialien, sondern durch Fehler im Gesamtsystem.“ Serena Klein, Sprecherin der Geschäftsführung beim Industrieverband Hartschaum | Foto: IVH/Marco Urban
„Brände entstehen nicht isoliert durch Baumaterialien, sondern durch Fehler im Gesamtsystem.“ Serena Klein, Sprecherin der Geschäftsführung beim Industrieverband Hartschaum | Foto: IVH/Marco Urban

Dämmstoffe Klimaschutz: Verband betont Effizienz

Im Zusammenhang mit der Bewertung von Dämmstoffen verweist der IVH auf deren Bedeutung für Energieeffizienz und Klimaschutz. EPS bestehe zu einem großen Teil aus Luft und ermögliche eine hohe Dämmleistung bei geringem Materialeinsatz. Die bei der Herstellung eingesetzte Energie amortisiere sich nach Angaben des Verbands bereits nach kurzer Zeit.

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Einordnung Medien: IVH warnt vor Fehlinterpretationen

Fiktionale Darstellungen könnten laut IVH die öffentliche Wahrnehmung von Bauweisen beeinflussen. Der Verband sieht daher die Gefahr, dass vereinfachte oder unzutreffende Darstellungen zu Verunsicherung beim Einsatz von Dämmstoffen führen und plädiert für eine faktenbasierte Diskussion.


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