Wie aus Interimslösungen dauerhafte Gebäude werden
Erweiterung, Mehrfachnutzung oder ein kompletter Gebäudeumzug: Mit modularen Raumsystemen lassen sich Interimsgebäude schnell und flexibel errichten – und bei Bedarf auch als dauerhafte Lösungen nutzen. Drei Beispiele aus NRW, Baden-Württemberg und Hessen.

Das sind die neuen Prallbrecher der nächsten Generation
Mit der GIPO P 101 GIGA und GIPO P 111 GIGA präsentiert der Schweizer Hersteller zwei neue Prallbrecher, die rein elektrisch betrieben werden können.
Algeco mit Sitz in Kehl ist ein führender Anbieter für modulare Raumlösungen mit Deutschlands größter Mietflotte und 15 Standorten bundesweit. Das Spektrum reicht von Interimsgebäuden zur Miete für begrenzte Nutzungsdauer bis hin zu dauerhaften modularen Gebäuden zum Kauf. Bis zu 20 Mal können Mietmodule von Algeco in ihrem Lebenszyklus von circa zwölf bis fünfzehn Jahren wiederverwendet werden. Danach sind sie fast vollständig recyclingfähig. Die Errichtung von solchen Mietgebäuden weise im Vergleich zur konventionellen Bauweise rund 73 Prozent weniger CO2-Emissionen auf – inklusive Beschaffung, Produktion und Transport zur Baustelle, so der Hersteller. Zudem kommen die modularen Gebäude weitgehend ohne Verbundstoffe aus und lassen sich problemlos in ihre Einzelteile zerlegen. Wie flexibel, ressourcenschonend und nachhaltig solche Lösungen, zeigen folgende Beispiele.

Schule aus Modulen in Hockenheim
Für die Schule am Kraichbach in Hockenheim, die saniert werden musste, hat Algeco im Jahr 2020 aus 56 Modulen innerhalb weniger Wochen ein Ausweichquartier errichtet. Das Interimsgebäude sollte den ursprünglichen Planungen zufolge später an einen anderen Standort umziehen. Doch die Stadt hat sich entschlossen, das temporäre Schulgebäude nach Ende der Sanierung am Standort zu lassen und es langfristig zu nutzen. Ab Mitte 2024 ziehen die Verwaltungsbereiche der Volkshochschule und der Musikschule dort ein. Die auf die nächsten zehn bis zwanzig Jahre angelegte Nutzung ist unter anderem möglich, da bereits das Mietgebäude den Anforderungen des aktuellen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) entspricht. Zudem erfüllt es sämtliche bauordnungsrechtlichen Anforderungen und Vorgaben in Bezug auf Brand- und Schallschutz. Zur optischen Aufwertung des Gebäudes hat Algeco eine neue hinterlüftete Fassade aus HPL-Platten montiert, abgestimmt auf die Farben der Stadt und der Volkshochschule. Auch eine energetische Aufwertung der Fassade ist möglich - ein Beispiel für den Rundum-Service von Algeco vor, während und nach der Bauzeit.

Flüchtlingsunterkunft wird zum Bildungsbau

Apotheke aus Modulen in Moers
Auf dem Parkplatz eines großen Verbrauchermarktes in Moers hat Algeco eine Apotheke errichtet. Dass das Gebäude aus einzelnen Modulen besteht, ist kaum zu sehen. Schon bei den Planungen mit dem Kunden hat Algeco die Möglichkeit einer späteren Erweiterung berücksichtigt: Durch den Einbau weiterer Module kann die Verkaufsfläche jederzeit ohne großen Aufwand vergrößert werden. Und sollte der Verbrauchermarkt einmal schließen, kann die Apotheke einfach an einen neuen Standort umziehen, denn das Gebäude kann Algeco in kürzester Zeit demontieren und an einem neuen Standwort wieder aufbauen. Dabei können rund 85 bis 95 Prozent der Materialien wiederverwendet werden, so der Hersteller. Da sich alle Einbauten innerhalb der einzelnen Module befinden, fallen keine langwierigen Demontagearbeiten an. Die Fundamente lassen sich rückstandslos entfernen.
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