Neue Dämmstoffe mit Nachhaltigkeitspotential
Dämmstoffe aus landwirtschaftlichen Abfällen? Ein sortenrein recyclingfähiges Wärmdämmverbundsystem? Eine Reihe von neuen Dämmstoffen wird den aktuellen Nachhaltigkeitsanforderungen auf erfinderische Weise gerecht.

Dämmung aus Bioabfällen
Die Firma Bauder hat unter der Bezeichnung „Bauder Eco“ eine Hartschaum-Dämmung auf ökologischer Basis auf den Markt gebracht, die zu 66 Prozent aus landwirtschaftlichen Pflanzabfällen besteht. Bauder legt Wert auf die Feststellung, dass es sich dabei nicht um Abfallprodukte aus beispielsweise Verstromungsbiomasse handelt, sondern um Pflanzenstängel, Pflanzenblätter und ausgedroschene Maiskolben. Weitere Bestandteile sind recycelter Sägestaub aus der eigenen Produktion sowie Muschelkalk für die Deckschicht der Dämmplatten. Wegen seiner hohen Wärmeleitfähigkeit sind die Dämmplatten dünn, außerdem leicht und schonen deshalb die Gesundheit der ausführenden Mitarbeiter. Bauder plant die Rücknahme von Resten, um sie erneut im Produktionsprozess zu verwerten. Der Dämmstoff soll nach Unternehmensangaben nahezu völlig recyclebar sein. Mit einer 160 mm dicken Dämmplatte wird ein U-Wert von 014 erreicht. Die Kosten der „Bauder Eco“-Dämmplatten sollen geringfügig über dem herkömmlicher Hartschaumplatten liegen.

Wohnen im gedämmten Wasserturm


