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In zehn Tagen zur neuen Trinkwasserversorgung

Im Saarland geht ein Sanierungsprojekt an den Start, das zeigt, wie moderne Sanierungstechnologien die Zukunft kritischer Infrastruktur sichern. Die Stadtwerke Merzig setzen bei der Instandsetzung einer knapp 980 Meter langen Trinkwasserleitung zwischen Merzig und dem Ortsteil Harlingen auf das grabenlose SaniTube-Verfahren der Amex Sanivar AG. Das ehrgeizige Ziel: Die Arbeiten sollen nach nur zehn Arbeitstagen abgeschlossen sein – und das mit nur minimalen Eingriffen in die Infrastruktur.

Grabenlose Trinkwasserleitung-Sanierung in Merzig in nur 10 Tagen
Einzug des SaniTube-Liners in die bestehende Trinkwasserleitung | Foto: Amex Sanivar

Nach vielen Betriebsjahren war die Druckleitung aus duktilem Guss (DN150) entlang des Harlinger Wegs an mehreren Stellen korrosionsbedingt undicht geworden. „Duktiler Guss hat den Nachteil: Er rostet. Wir hatten in den letzten drei, vier Jahren mehrere Rohrbrüche und Lochfraß,“ schildert Jürgen Blasius, technischer Betriebsleiter der Stadtwerke Merzig und Geschäftsführer der Netzwerke Merzig.

Grabenlose Sanierung spart Zeit und Kosten

Statt die Leitung nun aber vollständig in offener Bauweise zu erneuern, entschied sich Blasius für die grabenlose Sanierung mit dem SaniTube-Verfahren: „Der große Vorteil: Die Sanierung läuft ohne größere Tiefbauarbeiten, es geht sehr schnell und ist kostengünstig.“

„Dank der geringen Anzahl an Hausanschlüssen in diesem Abschnitt können wir das SaniTube-Verfahren einsetzen“, erklärt Blasius, der bereits häufiger auf Verfahren der Amex Sanivar AG vertraut und damit gute Erfahrungen gesammelt hat. „Das ermöglicht es uns, die Leitung von innen zu erneuern, ohne den Boden großflächig aufgraben zu müssen.“ Stattdessen wird ein innen wie außen mit PE beschichteter Sanierungsschlauch in die bestehende Leitung eingezogen und dort mit Druck aufgeweitet. „Das spart nicht nur Zeit und Geld, sondern reduziert auch die Beeinträchtigungen für Anwohner und Verkehr auf ein Minimum“, so Blasius.

Vorbereitung des Sanierungsschlauchs auf der Baustelle in Merzig | Foto: Amex Sanivar
Vorbereitung des Sanierungsschlauchs auf der Baustelle in Merzig | Foto: Amex Sanivar

Das Qualitäts- und Sicherheitskonzept sichert die erfolgreiche Sanierung der Druckleitung, die mit etwa 10 bis 12 bar betrieben wird. Nach der mechanischen Druckrohrreinigung der Bestandsleitung erfolgt der abschnittsweise Einbau des Sanierungssystems, gefolgt von Druckprüfungen, die mit einem Druckschreiber dokumentiert werden. Dadurch ist die Sanierung bei der abschließenden Projektabnahme genau nachvollziehbar, prüfbar und sicher dokumentiert.

Abschnittsweise Sanierung sichert Qualität

Die Sanierung ist in vier Bauabschnitte unterteilt, um die Betriebsführung zu erleichtern und die Qualität zu kontrollieren. Diese klare Aufteilung minimiert zudem Beeinträchtigungen für Anwohner und Verkehr. Mit diesem Verfahren wäre es aber auch möglich, eine Strecke von bis zu zwei Kilometern in einem Stück zu sanieren.

Besonderes Augenmerk legt das eingespielte Team aus der Schweizer Niederlassung der Amex Sanivar AG auf die Übergänge zur Bestandsleitung. Mit Übergangskupplungen der speziellen End- und Übergangstechnik SaniGrip werden diese dauerhaft dicht und betriebssicher realisiert.

Mit einem Projektvolumen von 180.000 Euro zeigt Merzig, wie moderne Sanierungstechnologien wirtschaftliche und ökologische Vorteile vereinen: geringere Kosten, weniger Eingriffe in die Umwelt und eine schnelle Umsetzung. Während der Bauarbeiten müssen die Einwohner von Harlingen nicht auf Wasser verzichten, denn eine Ersatzleitung der Stadtwerke Merzig stellt die Trinkwasserversorgung sicher. Doch selbst diese Notversorgung muss nur für einen kurzen Zeitraum bereitgestellt werden, da die bestehende Leitung bereits innerhalb kürzester Zeit wieder am Netz ist.

Einbau und Anschluss einer sanierten Trinkwasserleitung im Rohrgraben | Foto: Amex Sanivar
Einbau und Anschluss einer sanierten Trinkwasserleitung im Rohrgraben | Foto: Amex Sanivar

Wie man zu diesen kurzen Sanierungszeiten kommt, erläutert Oliver Terhoeven, Geschäftsführer der Amex Sanivar AG: „Das Produkt wird bereits in der Fertigungsstelle vorkonfektioniert. Wir wissen im Vorfeld genau, welche Strecken wir sanieren müssen. Wir kommen also vorbereitet mit dem vorgefertigten und vorgefalteten Liner zur Baustelle, den wir nur noch an die zu sanierende Stelle transportieren müssen. Dort wird er dann abschnittweise eingezogen – das bedeutet, dass wir an einem Tag rund 600 bis 700 Meter Strecke sanieren können.“

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„Wir werden innerhalb von sieben Arbeitstagen die gesamte Strecke sanieren können“, betont Terhoeven, „mit einem Produkt, das mühelos Dimensionssprünge und Bögen sanieren kann und die marode Leitung komplett und hygienisch einwandfrei instand setzt.“

Von der Effektivität dieses Verfahrens können sich während der Sanierung eines der Teilstücke auch die Vertriebskollegen der frisch gegründeten Gruppe überzeugen, zu der die Amex Sanivar AG seit Kurzem gehört: Zusammen mit dem Harzhersteller Resinnovation GmbH, dem Maschinenbauer Innoquip GmbH sowie den Vertriebsgesellschaften Polypipe GmbH und IMS Group GmbH will die Amex Sanivar AG künftig noch stärker auf dem Markt auftreten. Die fünf Unternehmen aus der grabenlosen Rohr- und Kanalsanierung können ihren Kunden das gesamte Portfolio der Branche aus einer Hand anbieten.

Quelle: Amex Sanivar



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