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B_Ibaumagazin

Von A20 bis Operationsplan – Baustellen der Zukunft

Beim Eröffnungstag der VSVI Schleswig-Holstein in Rendsburg ging es um die Frage, wie sich Verkehrsprojekte trotz knapper Planungskapazitäten schneller umsetzen lassen. Auf der Agenda standen vor allem die Beschleunigung von Planungs- und Bauprozessen, die Digitalisierung im Straßen- und Verkehrswesen sowie aktuelle Herausforderungen für Ausbau und Erhalt der Infrastruktur.

VSVI Rendsburg 2026: Wie A20, Operationsplan und BIM die Infrastruktur prägen
Blick in den Bürgersaal des Hohen Arsenals in Rendsburg beim Eröffnungstag der VSVI Schleswig-Holstein | Foto: B_I MEDIEN/MJ

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Den Auftakt machte ein Grußwort von Staatssekretärin Susanne Henckel vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holsteins. Sie hob hervor, dass zwar erhebliche Mittel für den Infrastruktur-Ausbau bereitstünden, der tatsächliche Fortschritt aber durch Personalengpässe in öffentlichen Planungsbehörden begrenzt werde. Henckel betonte, dass Fachkräftesicherung und effizientere Abläufe zentrale Voraussetzungen für die Umsetzung großer Verkehrsprojekte seien.

Militärstrategische Aspekte der Infrastruktur adressierte Oberst Michael Skamel, Kommandeur des Landeskommandos Schleswig-Holstein. In seinem Beitrag zum „Operationsplan Deutschland“ zeigte er, wie wichtig robuste Verkehrswege für die nationale Sicherheit sind – gleichzeitig verwies er auf marode Infrastruktur, fehlende Standards und die Notwendigkeit, verlässliche Verlegewege für Streitkräfte zu schaffen.

Oberst Michael Skamel (Landeskommando Schleswig-Holstein) sprach über den Operationsplan Deutschland und die Anforderungen an die Verkehrsinfrastruktur. | Foto: B_I MEDIEN/MJ
Oberst Michael Skamel (Landeskommando Schleswig-Holstein) sprach über den Operationsplan Deutschland und die Anforderungen an die Verkehrsinfrastruktur. | Foto: B_I MEDIEN/MJ

Konkreter wurde es anschließend beim Neubau der A20. Rüdiger Martens (DEGES) stellte den Abschnitt 3 bei Bad Segeberg vor und erläuterte Meilensteine sowie den Zeitplan bis Ende 2033. Als Grund für Verzögerungen nannte er zusätzliche Planungszeit, weil eine Trasse zugunsten des Umweltschutzes verschoben werden musste. Für den Abschnitt sind 26 konstruktive Ingenieurbauwerke vorgesehen. Am Autobahnkreuz A20/A21 ist ein Kleeblattbauwerk inklusive Faunabrücke geplant. Begleitend sollen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen auf rund 365 Hektar umgesetzt werden.

Wie sich Abläufe tatsächlich verkürzen lassen, zeigte Jana Grünwald am Beispiel der Anschlussstelle Schwerin-Süd an der A14, die vor allem der Anbindung eines Gewerbegebiets dienen soll. Grünwald beschrieb, dass Planungszeiten unter anderem durch einen bewussten Bruch mit klassischen Abläufen, kalkulierte Risiken und eine agile Organisationsform reduziert wurden. Ergänzend stellte sie eine technische Lösung für den Radwegebau vor: Ein intelligenter Wurzelschutz, der mit Barrieren und einem Wurzellockstoff arbeitet, um Schäden durch Wurzeleinwuchs zu vermeiden.

Deutscher Ingenieurspreis Straße und Verkehr

Mit der Vorstellung der Gewinner des Deutschen Ingenieurpreises Straße und Verkehr 2025 rückten am Nachmittag beispielhafte Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet in den Fokus.

In der Kategorie Innovation und Digitalisierung wurde die „Digitale Baustelle B71“ der Johann Bunte Bauunternehmung ausgezeichnet. Das Projekt setzte konsequent auf Building Information Modeling über alle Projektphasen hinweg und nutzt ein durchgängiges digitales Modell für Planung, Bauablauf und Dokumentation. Ziel war eine engere Verzahnung der Beteiligten sowie mehr Transparenz und Qualität auf der Baustelle.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Vorstandsmitglied Peter Bender. | Foto: B_I MEDIEN/MJ
Moderiert wurde die Veranstaltung von Vorstandsmitglied Peter Bender. | Foto: B_I MEDIEN/MJ

In der Kategorie Baukultur überzeugte der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer der Hansestadt mit der Umgestaltung des Jungfernstiegs in Hamburg, bei der Verkehrs- und Aufenthaltsqualität neu gedacht und gestalterische, funktionale sowie verkehrliche Aspekte zusammengeführt wurden.

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Der Preis in der Kategorie Neue Mobilität ging ebenfalls an den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer Hamburg für das Projekt „#transmove“, das mithilfe künstlicher Intelligenz kurzfristige Verkehrsprognosen erstellt und damit eine datenbasierte Steuerung des Verkehrs ermöglichen soll.

Ergänzt wurde die Preisverleihung durch den Studierendenpreis der VSVI Schleswig-Holstein, bei dem Nachwuchsingenieure ihre Arbeiten vorstellten und Einblicke in aktuelle Fragestellungen aus Studium und Praxis gaben.


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