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Wolframpreise verdreifacht: China-Abhängigkeit treibt Kosten im Kaltfräsen

Die Preise für Wolfram haben sich binnen eines Jahres mehr als verdreifacht: Kostete eine Tonne im Januar 2025 noch rund 300 US-Dollar, lag der Preis im Januar 2026 bei etwa 1.000 US-Dollar. Da rund 80 Prozent des weltweit geförderten Wolframs aus China stammen, geraten Fräsunternehmen zunehmend unter Kostendruck. Der Verband der Europäischen Straßenfräsunternehmen (VESF) sieht sich deshalb gezwungen, einen Teil der gestiegenen Kosten an Auftraggeber weiterzugeben.

VESF-Unternehmen erhöhen Preise wegen stark gestiegener Kosten im Kaltfräsen
Mit ihren Spezialmaschinen tragen die Fräsunternehmen Asphalt- und Betonbeläge präzise ab. | Foto: VESF

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Das Kaltfräsen ist ein unverzichtbarer Baustein bei der schnellen und zuverlässigen Sanierung von Straßen und anderen Verkehrsflächen. Mit ihren Maschinen tragen die Fräsunternehmen Asphalt- und Betonbeläge präzise ab. Aktuell sieht sich die Branche unter massivem wirtschaftlichen Druck – derzeit vor allem getrieben durch merklich gestiegene Rohstoffpreise für das Metall Wolfram.

Wolframpreise unter Druck: Verdopplung innerhalb weniger Monate

Alleine von Januar bis September 2025 haben sich die Preise für Wolfram verdoppelt. Grund dafür sind vor allem die internationalen Handelskonflikte, ausgelöst durch die US-Zollpolitik und chinesische Exportbeschränkungen. Ein Ende des Preisanstiegs ist derzeit nicht in Sicht. Der mit Abstand größte Produzent an Wolfram ist China. Mehr als 80 % des auf der Welt produzierten Wolframs wird dort gewonnen. Auf Nachfrage teilt der VESF dem B_I baumagazin mit, dass bis Anfang 2025 pro Tonne Wolfram 350 US-Dollar bezahlt werden mussten. Im Januar 2026 stieg der Preis auf ca 1.000 US-Dollar. Und ein Ende sei nicht abzusehen, da die Preise weiter nach oben kletter, wie der Verband bestätigt.

Fräsmeißel im Fokus: Steigende Kosten durch teuren Rohstoff

Wolfram ist ein zentraler Werkstoff bei der Herstellung der Fräsmeißel. Daher hat der extreme Preisanstieg unmittelbaren Einfluss auf die Kosten der Spezial-Werkzeuge in den Fräsen. Je nach Maschinentyp sind zwischen 50 und 1.000 Stück pro Maschine im Einsatz. Sie müssen abhängig von der geforderten Sanierungsmethode mitunter mehrmals pro Tag getauscht werden.

Zusätzliche Belastungen durch Löhne, Energie und Transportkosten

Der VESF verweist auf die stark gestiegenen Betriebskosten beim Fräsen. Haupttreiber sind aktuell die enormen Steigerungen bei den Rohstoffpreisen für Wolfram. Dieses Metall ist essentiell für die Herstellung der Fräsmeißel. | Foto: VESF
Der VESF verweist auf die stark gestiegenen Betriebskosten beim Fräsen. Haupttreiber sind aktuell die enormen Steigerungen bei den Rohstoffpreisen für Wolfram. Dieses Metall ist essentiell für die Herstellung der Fräsmeißel. | Foto: VESF

Gestiegene Löhne und Gehälter sowie Kosten für Maschinen, Ersatzteile und Transportfahrzeuge verschärfen die Entwicklung zusätzlich. Auch die Kraftstoffpreise sind weiterhin auf hohem Niveau. Zwar haben sie sich nach den Verwerfungen seit Beginn des Krieges in der Ukraine wieder erholt, aber sie liegen nach wie vor weiterhin über Vorkriegsniveau.

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Darüber hinaus wird in den Niederlanden ab dem 1. Juli 2026 eine Kilometermaut für Lkw eingeführt, die alle dort tätigen Unternehmen ebenfalls belastet.

Kostensteigerungen von rund 40 Prozent: VESF sieht Handlungsbedarf

In der Summe verzeichnete der VESF zum Jahresende 2025 eine Erhöhung der Kosten von rund 40 Prozent gegenüber den Durchschnittspreisen aus 2020. „Wir sehen uns gezwungen, aufgrund dieser Entwicklung einen Teil der Kostensteigerungen an unsere Auftraggeber weiterzugeben“, erklärt Torsten Meyer, Vorsitzender des VESF, die Situation.

Die Entwicklung sei in den verschiedenen europäischen Staaten ähnlich. Daher bitten die Fräsdienstleister europaweit um Verständnis für diesen Schritt. Er sei notwendig, damit die in Europa ansässigen Unternehmen auch künftig die Fräsarbeiten in der gewohnten Qualität und Zuverlässigkeit ausführen könnten.


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