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B_Ibaumagazin

Sind Elektrobagger reif für den kommunalen Alltag?

Leiser, sauberer, vibrationsarm – auf kommunalen Baustellen zeichnen sich leise Veränderungen ab. Während akkubetriebene Handgeräte längst zum Alltag gehören, halten elektrisch angetriebene Radlader und Bagger erst langsam Einzug in Bauhöfe und Ausbildungszentren. Welche Chancen die neue Technik bietet, warum viele Entscheider noch zögern und wie sich Hersteller, Anwender und Ausbilder auf die Zukunft vorbereiten.

Elektrobagger und E-Radlader: Leiser Wandel auf kommunalen Baustellen
Einsatzszenarien von akkubetriebenen Baumaschinen auf dem Bauhof sind sehr unterschiedlich – von leicht bis schwer und mobil bis stationär. | Foto: AdobeStock_scharfsinn86

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Baumaschinen mit Akkubetrieb werden in kommunalen Betrieben nicht allzu häufig eingesetzt, aber es gibt sie und es werden immer mehr. Nach guten Erfahrungen mit akkugetriebenen Handgeräten werden vermehrt auch akkubetriebene Radlader und Bagger angeschafft. Elektrisch betriebene Geräte bieten viele Vorteile und mit weniger Lärm, weniger gesundheitsschädlichen Emissionen und Vibrationen sorgen sie für den Gesundheitsschutz der Mitarbeiter. Und auch für alle anderen Betroffenen an der Baustelle ist es angenehm, wenn die Arbeiten geräuscharm und geruchlos durchgeführt werden können.

Fokus auf kompakte Maschinen für kommunale Einsätze

Die Baumaschinenhersteller, die E-Modelle in ihre Angebotspalette aufgenommen haben, konzentrierten sich bisher auf die Produktion kleiner und kompakter Maschinen zwischen einer und 4,5 Tonnen. Diese Maschinenkategorie kommt bei Bauhöfen, Straßenmeistereien und anderen kommunalen Dienstleistern zum Einsatz. Bislang ist die Zahl an reinen E-Ladern und -Baggern in den Betrieben allerdings noch recht überschaubar. Gründe dafür könnten darin liegen, dass abgewartet wird, wie die Innovationen (z. B. Ladetechnik) sich entwickeln. Außerdem werden große Maschinen wegen der Lebensdauer und des Anschaffungspreises seltener gekauft als Handgeräte. Vielleicht setzen die Kunden auch darauf, dass bei zunehmenden Produktzahlen die einzelnen Modelle kostengünstiger angeboten werden.

Akku-Entwicklung: Leistungsfähiger und praxisgerechter

Die Industrie entwickelt unter Hochdruck leistungsstärkere und ressourcenschonendere Akkumulatoren. Sie müssen sowohl den Fahrantrieb als auch die Arbeitshydraulik mit Strom versorgen. Die Betriebszeit beträgt mehrere Stunden bis hin zu einem Arbeitstag. Wobei hier stets unterschieden werden muss, ob die Maschine für harte Dauereinsätze oder normale Tätigkeiten genutzt bzw. in welcher Jahreszeit (Heizung, Klimaanlage) die Maschine eingesetzt wird. Bei Ausstattung mit einem On-Board-Ladegerät können die Maschinen an einer normalen 230-V-Steckdose über Nacht wieder aufgeladen werden. Schneller geht es via Drehstromanschluss (400 Volt, 22 kW Ladeleistung): Damit ist die die Batterie einer Elektromaschine mit 50 kW in fünf Stunden wieder voll. Unter einer Stunde ist die Schnellladung mit Gleichstrom (DC) möglich. Die Hersteller gehen aber davon aus, dass sich in der Ladetechnik auch weiterhin eine ganze Menge tun wird – allein wegen der aktuellen Entwicklungen im Automobilsektor.

Vergleich mit Diesel: Effizienz und Kosten sprechen für den Elektroantrieb

Hinsichtlich Leistung, Hubkraft und Drehmoment der kompakten Baumaschinen sind die E-Modelle durchaus mit den dieselbetriebenen Modellen vergleichbar. Wirkungsgrade von 90 Prozent und mehr sorgen dafür, dass der Elektroantrieb eine wirtschaftliche Alternative ist. Verbrennungsmotoren setzen dagegen rund 60 Prozent der eingesetzten Energie vor allem in Wärme um. Weiter sprechen für den Elektroantrieb die geringeren Wartungs- und Instandhaltungskosten sowie günstigere Betriebskosten. Wie Anwender von Land- und Baumaschinen berichten, können sich die Gesamtkosten beim Elektroantrieb gegenüber dem Verbrennungsmotor in etwa halbieren.

E-Mobilität in der Ausbildung: Erste Schritte bei der DEULA

In der überbetrieblichen Ausbildung bei der DEULA kommen die Auszubildenden mit Baggern und Radladern in Kontakt. In den Kursen werden Grundlagen der Fahrzeugtechnik vermittelt. Schwerpunkte stellen der Einsatz von Baumaschinen sowie Geräten für die Bodenverdichtung, die Bedienung und Wartung von Verbrennungsmotoren sowie der Gesundheitsschutz dar. Zurzeit werden in den Kursen kaum E-Fahrzeuge eingesetzt und für die Hersteller scheint es noch ein nicht voll kalkulierbarer Bereich zu sein. Da das Thema aber immer wichtiger wird, gibt es Planungen der DEULA, zeitnah akkubetriebene Lader anzuschaffen, um sie in der überbetrieblichen Ausbildung einzusetzen. Die Ausbilder der DEULA-Bildungszentren konnten im Zuge einer Fortbildungsveranstaltung das Entwicklungszentrum von Wacker-Neuson in Reichertshofen besichtigen und sich einen Überblick zum Stand der E-Mobilität auf der Baustelle verschaffen.

DEULA-Fazit: Vielfältige technische Ansätze, unsichere Investitionsentscheidungen

In der Entwicklung emissionsfreier und geräuscharmer Baumaschinen ist viel Bewegung. So wie Einsatzszenarien sehr verschieden sein können, sind es auch die Entwicklungen der Hersteller. Ein hybrid-angetriebener Bagger beispielsweise kann einen Dieselmotor besitzen und darüber hinaus auf eine externe Hydraulikanlage umgestellt werden, die wiederum als Stromquelle ein Akkupaket haben und/oder auf verfügbaren Netzstrom am Einsatzort zurückgreifen kann. Ein anderer Bagger könnte in Gänze auf eine externe Hydraulikanlage oder Stromquelle setzen. Natürlich kann der Akku auch auf dem Fahrzeug verbaut sein, wie wir es von der Elektromobilität kennen.
Entscheider sind heute oft noch in einer sehr schwierigen Situation, wenn Anschaffungen zehn Jahre und weit darüber hinaus Bestand haben sollen.

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